Ein Kampf wird über Stein, Schere und Papier entschieden. In Ninja Taisen ist dieses bekannte Prinzip keine bloße Randnotiz, sondern der Mechanismus, über den sich die Auseinandersetzung der Kämpfer entfaltet. Gleichzeitig bleibt der Blick auf die gegnerische Stadt gerichtet, denn auch das Vordringen dorthin kann den Erfolg bringen. Auf der Spielwarenmesse 2017 stand damit bei iello ein Spiel im Mittelpunkt, das seine Konfliktidee direkt und ohne weit ausgreifende Regelversprechen vermittelt.
Zwei Wege zum Ziel bei Ninja Taisen
Die Ausgangslage ist klar umrissen. Ninja Taisen ist für zwei Spieler angelegt, und beide verfolgen in der Partie einen von zwei möglichen Siegwegen. Der erste führt über die gegnerischen Kämpfer: Wer alle Kämpfer der Gegenseite besiegt, erreicht sein Ziel. Der zweite Weg verlangt den Vorstoß in die gegnerische Stadt. Beide Bedingungen stehen gleichwertig nebeneinander und geben dem Spiel eine unmittelbare Spannung, weil sich die Aufmerksamkeit zwischen Kampf und Vormarsch verteilt.
Diese Anlage macht die zentrale Entscheidung sichtbar: Soll der Gegner vor allem in seinen Möglichkeiten eingeschränkt werden, oder ist der direkte Weg in Richtung Stadt aussichtsreicher? Die bekannte Alternative zwischen Angriff und Absicherung erhält hier einen konkreten Bezug. Sie entsteht aus den beiden Siegbedingungen selbst und braucht keine zusätzliche Punktewertung als Orientierung. Das Spiel bleibt in seiner beschriebenen Form auf den Konflikt zwischen den beiden Seiten konzentriert.
Die Städte bilden den klaren Bezugspunkt.
Stein Schere Papier als Konfliktkern
Das Stein Schere Papier Prinzip prägt die Kämpfe. Seine Stärke liegt in der sofort verständlichen Grundidee: Die beteiligten Zeichen oder Optionen stehen in einem festen Verhältnis zueinander, und keine einzelne Wahl ist generell überlegen. Für Ninja Taisen verbindet dieser bekannte Mechanismus die Begegnung der Kämpfer mit dem übergeordneten Ziel, gegnerische Einheiten zu besiegen oder Raum in Richtung Stadt zu gewinnen.
Gerade auf einer Messe ist ein solcher Regelkern gut einzuordnen, weil die Funktionsweise ohne lange theoretische Einführung beschrieben werden kann. Zugleich sollte das Prinzip nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier um mehr als den einzelnen Kampf geht. Jede Konfrontation steht im Zusammenhang mit den beiden Siegwegen. Ein gewonnener Kampf kann die gegnerische Seite schwächen, während der Vorstoß auf die Stadt eine andere Priorität setzt. Die thematische Klammer aus Kämpfern und Stadt sorgt dabei für einen nachvollziehbaren Rahmen.
Als Nebenaspekt fällt auf, wie konzentriert die Vorgabe bleibt. Es werden keine zusätzlichen Parteien, wechselnden Bündnisse oder weit verzweigten Ziele benötigt, um den Konflikt zu beschreiben. Die Zweierbesetzung passt deshalb zur Grundidee: Zwei Seiten stehen sich gegenüber, ihre Kämpfer geraten aneinander, und auf beiden Seiten bleibt die Stadt ein mögliches Ziel.
Einordnung von iello auf der Messe 2017
Im Umfeld der Spielwarenmesse 2017 lässt sich Ninja Taisen bei iello als kompakt angelegtes Konfliktspiel für zwei Spieler einordnen. Der Name des Verlags steht neben weiteren Messevorstellungen, etwa bei Arena for the Gods, doch Ninja Taisen setzt nach den vorliegenden Angaben auf eine besonders klar gefasste Gegnerschaft. Seine wesentlichen Bausteine sind nicht schwer zu benennen: Kämpfer, gegnerische Stadt, zwei Siegbedingungen und Kämpfe nach Stein Schere Papier.
Wer Ninja Taisen auf der Messe einordnen möchte, sollte zuerst auf das Zusammenspiel dieser zwei Siegwege achten. Die klare Empfehlung lautet: Das Spiel vor allem als direkten Zweipersonenkonflikt betrachten, bei dem sowohl die gegnerischen Kämpfer als auch die gegnerische Stadt entscheidende Ziele sind.