Vor London Markets steht zunächst eine Messeentscheidung: Welche Schachtel vermittelt den klarsten Eindruck von einem Programm, das bewusst verschiedene Spielertypen ansprechen soll? Am Stand von Queen Games fiel die Antwort nicht allein über Bekanntes, sondern über die sichtbare Spannweite des Angebots. Neben zwei bekannten Spielen aus Essen präsentierte der Verlag neue Titel vom Kinderspiel bis zum Kennerspiel.
Damit setzte Queen Games auf eine Ausstellung, in der einzelne Neuheiten nicht für sich stehen mussten. Die Mischung aus vertrauten Titeln und frischen Produkten erlaubt es, ein Verlagsprogramm zugleich über Wiedererkennung und über neue Ansatzpunkte zu lesen. Gerade auf der Spielwarenmesse Nürnberg 2016 war diese Gegenüberstellung aussagekräftig, weil der Stand nicht auf eine einzige Spielgewohnheit zugeschnitten wirkte.
London Markets als Bezugspunkt des Queen-Games-Standes
London Markets nahm innerhalb der Präsentation eine hervorgehobene Stellung ein. Der Titel eignet sich als Bezugspunkt, weil er die Aufmerksamkeit auf die Neuheiten lenkt, ohne die bereits bekannten Essen-Titel aus dem Blick zu verlieren. Für Queen Games entsteht daraus eine nützliche Balance: Ein neuer Name kann Interesse bündeln, während vertraute Spiele Orientierung geben.
Zwischen den beiden bekannten Spielen aus Essen und den neuen Titeln entstand dadurch ein Programm, das unterschiedliche Erwartungen an Zugänglichkeit, Regelumfang und spielerische Ansprache nebeneinanderstellte, ohne die Präsentation auf einen einzigen Publikumstyp festzulegen. Das ist für einen Messe-Stand mehr als bloße Sortimentsbreite. Die Auswahl schafft Gesprächsanlässe für Familien, Gelegenheitsspieler und ein Kennerspiel-Publikum, das nach neuen Herausforderungen Ausschau hält.
London Markets steht dabei für den Bereich, in dem ein neuer Titel erst seine Position im Gesamtprogramm finden muss. Bekanntheit entsteht auf Messen nicht allein durch einen auffälligen Namen, sondern ebenso durch die Frage, neben welchen Spielen eine Neuheit gezeigt wird. Die Nähe zu etablierten Essen-Titeln kann Vertrauen erzeugen, während die Einordnung zwischen Kinder- und Kennerspiel signalisiert, dass Queen Games verschiedene Zugänge zum Hobby bedient.
Vom Kinderspiel bis zur anspruchsvolleren Auswahl
Die Spannweite vom Kinderspiel bis zum Kennerspiel ist eine klare programmatische Aussage. Kinderspiele müssen Regeln und Material so vermitteln, dass der Einstieg schnell gelingt und gemeinsames Spielen im Vordergrund steht. Kennerspiele dürfen dagegen mehr Entscheidungen, längere Planungen und einen höheren Erklärbedarf verlangen. Beide Bereiche verlangen eine andere Ansprache, können auf einer Messe aber sinnvoll nebeneinander bestehen.
Interessant ist dabei ein kleiner Nebenaspekt: Bekannte Titel erfüllen an solchen Ständen oft eine praktische Funktion. Sie erleichtern den Zugang zu einem Verlag, dessen Neuheiten sonst zunächst ohne Vergleichspunkt wahrgenommen würden. Wer ein Spiel aus Essen wiedererkennt, kann neue Schachteln leichter in eine vertraute Richtung einordnen. Das ersetzt keine eigene Beschäftigung mit den Spielen, macht die Präsentation aber übersichtlicher.
Queen Games zeigte in Nürnberg somit kein einheitliches Profil für nur eine Zielgruppe, sondern eine Auswahl mit mehreren Einstiegsebenen. London Markets bildet darin den markanten neuen Bezugspunkt, die Essen-Titel sorgen für Wiedererkennung, und die Bandbreite von Kinder- bis Kennerspiel erweitert den Blick auf das gesamte Programm.
Für eine erste Orientierung am Queen-Games-Stand bietet London Markets den sinnvollsten Auftakt.