Ein Würfelwurf kann bei Too Many Bones über eine Fähigkeit entscheiden, doch der eigentliche Reiz liegt in der Vorbereitung: Ausrüstung, Talente und Gegner verlangen eine Planung, die sich von Begegnung zu Begegnung verändert. Sandra setzt das taktische Fantasy-Abenteuer auf Platz 1. Damit führt ein Spiel die Liste an, das seine Figuren über individuelle Würfel und ausbaubare Charakterfähigkeiten unterscheidbar macht.
Drei Spitzenplätze, drei klare Vorlieben
Sandras weitere Plätze verbinden kooperative Spannung mit anspruchsvoller Entwicklung. Arler Erde steht auf Platz 2 und richtet den Blick auf langfristige Wirtschaftspläne, auf Ausbau und auf die Frage, welche Aktion im knappen Zeitfenster den größten Nutzen bringt. Aeons End folgt auf Platz 3, Arkham Horror: Das Kartenspiel auf Platz 4 und Gloomhaven auf Platz 5. Gerade Gloomhaven zeigt, wie gut ein Kartenmechanismus taktische Kämpfe prägen kann: Für jede Runde müssen zwei Karten gewählt werden, deren obere und untere Aktionen gegeneinander abgewogen werden.
Philipps Spitze gehört Pandemic Legacy: Season 1. Die Legacy-Kampagne verändert ihr Material und ihren Verlauf dauerhaft, wodurch einzelne Entscheidungen über die aktuelle Partie hinausreichen. Auf Platz 2 steht Brass Birmingham, ein dichtes Wirtschaftsspiel, in dem das gemeinsame Verkehrsnetz und die richtige Reihenfolge von Industrieprojekten eng miteinander verbunden sind. Ein Fest für Odin erreicht Platz 3, The 7th Continent Platz 4 und Terraforming Mars Platz 5.
Fabian führt The 7th Continent auf Platz 1. Das Erkundungsspiel lebt von seinen Entscheidungen und davon, dass Entdeckungen selten bloß dekorativ bleiben. Dahinter folgen Great Western Trail auf Platz 2, Mage Knight auf Platz 3, Scythe auf Platz 4 und Inis auf Platz 5.
Planung trifft auf Entdeckung
Auffällig ist, wie stark Spiele vertreten sind, die eine Partie als längeren Bogen anlegen, sei es durch Kampagnen, durch fortlaufenden Ausbau oder durch eine Karte, die Schritt für Schritt neue Möglichkeiten und Risiken offenlegt. The 7th Continent ist dabei die einzige Doppelplatzierung in der Spitzengruppe. Das passt zu seinem Aufbau: Erkundung, Ressourcenverwaltung und die Suche nach dem nächsten Hinweis greifen ineinander, während jede Entscheidung den weiteren Weg beeinflussen kann.
Daneben stehen ausgeprägte Wirtschaftsspiele. Arler Erde, Brass Birmingham, Ein Fest für Odin, Terraforming Mars und Great Western Trail verlangen unterschiedliche Formen der Optimierung. Mal zählt die effiziente Nutzung eines eigenen Hofs, mal die Verbindung von Industrie und Transportwegen, mal die Wahl einer Route. Diese Vielfalt zieht sich bereits durch die Plätze 10 bis 6 und durch die Plätze 15 bis 11.
Die Auswahl bleibt vielseitig.
Kooperation, Konflikt und langlebige Entscheidungen
Kooperative Titel bilden einen deutlichen Gegenpol zu den Wirtschaftsduellen. Pandemic Legacy: Season 1 verschärft die vertraute gemeinsame Seuchenbekämpfung durch bleibende Folgen. Arkham Horror: Das Kartenspiel verbindet Deckbau mit erzählerischen Szenarien. Aeons End setzt auf gemeinsames Vorgehen gegen einen mächtigen Gegner, wobei die Kartenreihenfolge bewusst erhalten bleibt. Gloomhaven und Too Many Bones verlangen dagegen ein besonders genaues Verständnis der eigenen Figur.
Für Spieler, die direkte Konkurrenz bevorzugen, bieten Inis und Scythe zwei klar verschiedene Ansätze: Inis setzt auf Gebietseinfluss und wechselnde Möglichkeiten, Scythe verbindet Ausbau, Bewegung und Konfliktdrohung. Die konkrete Empfehlung für den Einstieg in die Spitzengruppe lautet daher: Mit The 7th Continent beginnen, wenn Entdeckung im Vordergrund steht, oder mit Brass Birmingham, wenn jede Aktion Teil eines eng verzahnten Wirtschaftsplans sein soll.